Ein Jugendlicher sitzt nachdenklich an einem Tisch und blickt aus dem Fenster
Online-Training für Eltern, deren Kind Schule belastet

Mein Platz.
Mein Wert.

Wenn Schule beginnt, das Bild zu verändern, das Ihr Kind von sich selbst hat.

Noten, Kritik, Konflikte oder die Meinung anderer können im Alltag Ihres Kindes viel Raum einnehmen. Im Training schauen wir gemeinsam darauf, was gerade passiert, und darauf, was Ihrem Kind helfen kann, seinen eigenen Platz darin wiederzufinden. Sie gehen mit einem klareren Blick heraus, im Alltag an der richtigen Stelle anzusetzen.

Online per Video · Sie nehmen allein teil

Worum geht es?

Nicht härter werden.
Sondern klarer.

Im Training geht es nicht darum, unangenehme Gefühle wegzumachen oder Ihrem Kind beizubringen, dass ihm die Meinung anderer egal sein soll.

Sie entwickeln Fähigkeiten, mit denen Sie Ihr Kind auch über die Schule hinaus begleiten können:

  • Die Situation Ihres Kindes einordnen.
  • Die Gedanken dahinter hinterfragen.
  • Die Gefühle Ihres Kindes verstehen.
  • Die eigenen Grenzen erkennen.
  • Handlungsmöglichkeiten entdecken, die wirklich helfen.
  • Den Wert Ihres Kindes stärken, unabhängig von Bewertungen.

Ziel ist, dass Sie Selbstwahrnehmung, Selbstwert und Selbstwirksamkeit Ihres Kindes stärken können.

Das methodische Herzstück

Das raumwechsel 5-Räume-Modell

Die fünf Räume beschreiben, was in Ihrem Kind vorgehen kann. Sie lernen, sie zu erkennen, und finden heraus, wie Sie es darin begleiten können.

01

Außenraum

Was passiert tatsächlich?

Klar sehen

02

Gedankenraum

Was mache ich daraus? Was glaube ich, was die anderen denken?

Anders denken

03

Gefühlsraum

Was löst das in mir aus?

Fühlen & verstehen

04

Einflussraum

Was kann ich beeinflussen? ... und was nicht?

Handlungsmöglichkeiten nutzen

05

Werteraum

Wer bin ich, unabhängig von Schule?

Bei mir ankommen

Warum manches so stark trifft

Warum trifft Ihr Kind das eigentlich so sehr?

Manche Situationen berühren mehr als nur den Moment.

Zwei Jugendliche können dieselbe Erfahrung machen und dennoch ganz unterschiedlich damit umgehen. Was den einen kaum beschäftigt, kann beim anderen starke Unsicherheit, Wut, Rückzug oder Selbstzweifel auslösen.

Eine mögliche Erklärung dafür liegt darin, welche psychologischen Grundbedürfnisse in diesem Moment angesprochen oder verletzt werden.

Der Schweizer Psychologe und Psychotherapieforscher Klaus Grawe (1943 bis 2005) beschäftigte sich intensiv mit der Frage, welche grundlegenden Bedingungen Menschen für psychisches Wohlbefinden benötigen. Auf Grundlage seiner psychologischen und neurowissenschaftlich orientierten Forschung beschrieb er vier zentrale Grundbedürfnisse, die unser Erleben und Verhalten wesentlich beeinflussen:

Bindung

Das Bedürfnis nach Zugehörigkeit, Nähe, Sicherheit und verlässlichen Beziehungen.

Orientierung & Kontrolle

Das Bedürfnis, Situationen verstehen, einschätzen und zumindest teilweise beeinflussen zu können.

Selbstwerterhöhung & Selbstwertschutz

Das Bedürfnis, sich als wertvoll und kompetent zu erleben und den eigenen Selbstwert schützen zu können.

Lustgewinn & Unlustvermeidung

Das Bedürfnis, positive Erfahrungen zu machen und Belastendes oder Schmerzhaftes möglichst zu vermeiden.

Der entscheidende Punkt

Das Problem ist nicht automatisch die Kritik selbst. Entscheidend ist auch, was die Situation für den Jugendlichen bedeutet und welches Bedürfnis dabei berührt wird.

Deshalb geht es im Training nicht nur darum, schwierige Situationen zu besprechen. Wir schauen genauer hin: Was hat Ihr Kind daran eigentlich so getroffen? Was hat es in diesem Moment gebraucht? Und wie können Sie es dabei unterstützen, künftig anders damit umzugehen?

Ein Beispiel aus dem Schulalltag

Ein Satz. Vier mögliche Treffer.

Eine Schülerin präsentiert vor der Klasse.
Die Lehrerin kritisiert ihre Präsentation vor allen anderen.
Einige Mitschüler:innen lachen.

Bindung

„Gehöre ich noch dazu?“

Das Lachen der anderen kann das Gefühl von Zugehörigkeit und sozialer Sicherheit berühren.

Orientierung & Kontrolle

„Was passiert hier gerade, und kann ich etwas dagegen tun?“

Die Situation ist öffentlich und möglicherweise unerwartet. Die Schülerin erlebt vielleicht wenig Einfluss darauf.

Selbstwert

„Bin ich überhaupt gut genug?“

Aus der Kritik an einer Präsentation kann innerlich eine Bewertung der eigenen Person werden.

Lustgewinn & Unlustvermeidung

„So etwas möchte ich nie wieder erleben.“

Die unangenehme Erfahrung kann dazu führen, dass die Schülerin künftig Präsentationen, Beteiligung oder ähnliche Situationen vermeiden möchte.

Verbindung zum 5-Räume-Modell

Eine Situation, mehrere Blickwinkel.

  1. Außenraum

    Was ist tatsächlich passiert?

    „Die Lehrerin hat meine Präsentation kritisiert. Einige haben gelacht.“

  2. Gedankenraum

    Was mache ich daraus?

    „Alle finden mich peinlich.“

  3. Gefühlsraum

    Was löst das in mir aus?

    Scham. Unsicherheit. Wut. Angst.

  4. Grundbedürfnisse

    Was wurde dabei berührt?

    Zum Beispiel Zugehörigkeit, Selbstwert oder das Bedürfnis nach Kontrolle.

  5. Einflussraum

    Was kann ich beeinflussen?

    Kann ich nachfragen? Mit jemandem sprechen? Eine Grenze setzen? Unterstützung holen? Meine Interpretation überprüfen?

  6. Werteraum

    Was sagt diese Situation über meinen Wert aus?

    Eine schwierige Präsentation ist eine Erfahrung. Sie ist keine Definition meiner Person.

Setzen Sie sich hinein

„Ihr Kind präsentiert vor der Klasse. Die Lehrerin kritisiert es. Einige lachen.“

Wenn Sie sich in die Lage Ihres Kindes versetzen: Was würde Sie am meisten beschäftigen?

Nicht jede Situation trifft jeden Menschen gleich. Wenn wir verstehen, was eine Situation so belastend macht, entsteht ein neuer Raum für Handlungsmöglichkeiten.

raumwechsel · Nicole Katzlberger

Für wen ist das Training?

Wenn Sie merken, dass Schule Ihr Kind verändert.

Vielleicht erzählt Ihr Kind weniger. Vielleicht nimmt es Kritik sehr persönlich, zweifelt plötzlich an sich selbst oder zieht sich zurück.

MEIN PLATZ. MEIN WERT. ist ein Training für Sie. Sie kommen allein, sortieren die Situation Ihres Kindes in einem neutralen Raum und entwickeln neue Möglichkeiten, wie Sie Ihr Kind im Alltag unterstützen können.

Das Training findet online per Video statt. Was Sie mitnehmen, wenden Sie anschließend im Alltag mit Ihrem Kind an.

Wichtige Abgrenzung

MEIN PLATZ. MEIN WERT. ist ein psychosoziales Training und ersetzt keine psychologische, psychotherapeutische, psychiatrische oder medizinische Behandlung.

Bei behandlungsbedürftigen psychischen Belastungen oder akuter Gefährdung ist eine entsprechende fachliche Abklärung bzw. Behandlung erforderlich.

Bei aktuellem Mobbing liegt die Verantwortung für die Beendigung des Mobbings nicht beim betroffenen Jugendlichen. Das Training kann Sie dabei unterstützen, Handlungsmöglichkeiten zu erkennen, Grenzen zu setzen und Hilfe einzufordern.

Mein Platz. Mein Wert.

Ihr Kind ist mehr als das, was andere über es denken.

Manchmal braucht es einen anderen Blick auf eine Situation, damit wieder sichtbar wird, was vorher aus dem Blick geraten ist: die eigenen Stärken, Möglichkeiten und der eigene Platz. Diesen Blick können Sie für sich und Ihr Kind gewinnen.

Training kennenlernen

raumwechsel · Nicole Katzlberger